Chinesische Pulsdiagnostik im westlichen Kulturkreis

Christliches Heilen und Anthroposophie

Are Thoresen - Markus Steiner

Die westlich- schulmedizinisch durchgeführte Pulsuntersuchung mit Frequenz und Blutdruckuntersuchung stellt die Untersuchung des physischen Pulses dar. Hierbei erfolgt die Abnahme an einer Taststelle und die Ermittlung des diastolischen- und systolischen Blutdruckes. Auch die Bestimmung der Blutwerte mit wissenschaftlichen Methoden ist für die westliche Medizin wichtig.

Wie Goethe sagte: die Natur ist ein offenbartes Geheimnis des Geistes, das offenbare Geheimnis. Wir können auch alle Blutparameter in Bezug auf ihren ätherischen, astralischen und geistigen Hintergrund hin untersuchen, wenn wir eine geistige Pulsuntersuchung durchführen. Hierzu bedarf es allerdings einer meditativen Vorbereitung des die Pulsuntersuchung Durchführenden um dadurch in die geistige Welt zu kommen.

Damit wir in die geistige Welt eintreten können, müssen wir uns in einen meditativen Zustand begeben, wo wir Denken, Fühlen und Wollen voneinander trennen. Um dies mit der Pulsdiagnostik zu erreichen, muß man Tiefe, Breite und Höhe des Pulses unterscheiden. Diese Methode wird schon lange Zeit von vielen Menschen gebraucht um in die geistige Welt zu kommen. Wenn wir die drei Dimensionen der physischen Welt mit unserem Willen aufteilen, dann wird auch die Zeit freigesetzt.

Alle vier Dimensionen sind dann getrennt. Damit werden wir mit der Pulsuntersuchung frei von Zeit und Raum und können über Entfernungen und in der Vergangenheit diagnostizieren und behandeln. Sobald wir in der geistigen Welt sind, verändert sich das ganze Pulssystem und kann nicht mit Worten der physischen Welt beschrieben werden. Der Puls verändert sich komplett und zeigt uns dann Veränderungen der ätherischen, astralen und der geistigen Welten. Dies auch über Distanzen, die in der geistigen Welt so ja nicht existent sind und ebenso in der Zeit, in Vergangenheit und Zukunft.

Ausgehend von der chinesischen Pulsdiagnostik mit den Bezeichnungen Yin für tiefe Pulstaststellen und Yang für oberflächliche Pulstaststellen und den von distal nach proximal entlang der Arteria radialis zugeordneten Organprozessen haben wir auf jeder Handseite zunächst 6 zu ertastende Pulspositionen. Je drei oberflächliche Yang Organe und drei tiefe Yin Organe. Da der Puls an jeder dieser 12 Stellen, beim selben Patienten, eine andere Frequenz und Qualität haben kann, ist es nur schwer vorstellbar, dass bei dieser chinesischen Pulsdiagnostik der physische Puls analysiert wird. Es muss sich um einen nicht physischen - geistigen Puls handeln.


Zuordnungen der Pulspositionen nach Organprozessen:

(NB! Der Tabelle sind am besten im Querformat zu sehen, wenn auf dem Handy / cellulars sehen. Schieben seitlich über die gesamte Breite der Tabelle zu sehen.)

Links 1. Pos 2. Pos 3. Pos Rechts 1. Pos 2. Pos 3. Pos
Oberflächlich Yang Dünndarm Gallenblase Blase Oberflächlich Yang Dickdarm Magen Dreifacherwärmer
 
Tief Yin Herz Leber Niere Tief Yin Lunge Milz/Pankreas Herzbeutel


Die 1. Mögliche Technik den Puls zu untersuchen ist beim Menschen die direkte Untersuchung des Pulses am Patienten, hierzu gehen wir wie folgt vor:

wir nehmen den Unterarm des Patienten an der entsprechenden Stelle der Art. radialis in unsere Hand und tasten mit dem Zeigefinger die 1. Position dem Mittelfinger die 2. Position und dem Ringfinger die 3. Position. Mit unserer linken Hand die rechte Seite des Patienten und mit der rechten Hand die linke Seite des Patienten. Es liegt immer nur ein Finger an, der dann nacheinander die oberflächliche und die tiefe Position untersucht.


Die 2. mögliche Technik den Puls zu untersuchen ist beim Menschen die indirekte Pulstasttechnik. Dabei tastet der Untersucher seinen eigenen Puls und ermittelt die Veränderung des eigenen Pulses, die durch den geistigen Kontakt mit dem Patienten entsteht. Dabei muss der Untersucher seinen Ätherleib soweit ausdehnen bis er Kontakt zum Patienten bekommt und die Wahrnehmung des Patientenpulses möglich wird. D.h. die Untersuchung erfolgt ohne physischen Kontakt zum Patienten. Tiere und Pflanzen lassen sich mit dieser Methode ebenfalls untersuchen, obwohl sie die entsprechenden Pulstaststellen nicht haben. Hierbei wird nochmals klar, dass es sich um einen energetischen/geistigen Puls handelt.

Um eine energetische Pulsanalyse zu erhalten, müssen das Denken sowie die Vorstellung etwas Bestimmtes bei der Untersuchung erreichen zu wollen völlig abgeschaltet werden. Dies bedeutet Denken und Wollen müssen außen vor bleiben und nur das Fühlen darf aktiv sein. Jegliche Voreingenommenheit muss abgelegt werden. Hierzu müssen wir uns in einen meditativen Zustand begeben - befinden uns dann, wenn korrekt ausgeführt in der ebenfalls realen geistigen Welt. Wenn wir uns für die Pulsdiagnostik vorbereiten gehen wir etwas aus unserem eigenen Körper heraus, lassen etwas zurück und betreten eine andere Welt, die geistige Welt, sind dort ohne zu handeln, zu denken, uns zu bekümmern. In dieser geistigen Welt sind Denken, Fühlen, Wollen voneinander entkoppelt, sind unterschiedliche Kräfte, dieses im krassen Gegensatz zur physischen Welt in der Denken, Fühlen und Wollen untrennbar miteinander verwoben sind.

Unsere Konzentration, unser Focus befindet sich dabei im Idealfall am Herzen. Für bestimmte Fragestellungen auch im Herzen. Das Herz - Die Sonne unseres Körpers – und damit in direkter Verbindung zu Christus stehend führt dann, wenn wir in diesem Bewusstsein aktiv sind, nochmals zu einem qualitativ anderen Empfinden des Pulsgeschehens als ursprünglich durch die chinesische Medizin vermittelt. Der gesunde Mensch kann vom Herzen aus betrachtet als Gleichgewichtszustand zwischen den Extremen Yin und Yang betrachtet werden. Aus der Dualität von Yin und Yang entsteht das Menschsein in der mittigen Balance. Die Mitte ist Christus.

Um dies verstehen zu können ist ein esoterisches Christusbild notwendig, wie es durch die Anthroposophie vermittelt wird. Wird das Christentum esoterisch empfunden dann öffnen sich direkte Wege zur Therapie aus dem Geistigen heraus. Eine Umwandlung der Krankheitswesenheit wird möglich.

Die Verschiebung der Symptome in einem anderen Bereich des Patienten oder auf ein anderes Lebewesen, wie oftmals durch Symptom-Fülle(Exzess)-behandlung bewirkt, kann ersetzt werden. Dieser Übergang von pathologischen Faktoren auf andere Orte im Körper, die dann dort andere Symptome hervorrufen, oder zu Tieren oder Pflanzen, kann auch auftreten wenn wir „korrekt“ behandeln. Auch dann wenn wir anthroposophisch, oder auf andere Weise korrekt behandeln. Wie Judith von Halle sagt, müssen wir mit dem Christusbewusstsein vom Herzen aus behandeln, wenn wir den pathogenen Faktor vollständig auflösen möchten. Wenn wir dies nicht erreichen, wird die Krankheit nur weitergereicht und bleibt an einem anderen Ort bestehen.

Dieses vollständige Auflösen bzw. Umwandeln der Pathogenität ist mit der Akupunktur möglich. Hierzu müssen wir als aller erstes ein Christusbewusstsein haben. Ein christusartiges Bewusstsein das im Herzen sitzt, und dieses auch während der physischen Behandlung, damit wir nicht die Extreme wie Yin oder Yang behandeln, wie es die chinesische Medizin macht, sondern von der Mitte aus, von Christus ausgehend, behandeln. Dies unter Umständen sogar mit speziellen Christuspunkten.

Hieraus ergeben sich neue Fragen bezüglich der Bedeutung der Zustandsbeschreibungen von Yin und Yang und der zuzuordnenden Krankheitsbegriffe und Pulsqualitäten.

Bei den Pulsqualitäten sind prinzipiell Leerepuls und der Füllepuls zu unterscheiden alle anderen Qualitäten sind Spielarten dieser Grundqualitäten.

Yang Qualitäten in Über-fülle (EXCESS): beschreiben luziferische Eigenschaften
—Diese Fülle kann z.B. durch einen exogenen pathogenen Faktor unabhängig von einer vorausgehenden Leere entstehen. Bei chronischen Erkrankungen geht dem jedoch meist eine Leere im selben Funktionskreis, oder in dem den Prozess kontrollierenden Funktionskreis voraus (siehe Schema unten).

Yin Qualitäten in Über-Fülle (EXCESS): beschreiben ahrimanische Eigenschaften
—Diese Fülle entsteht immer nur durch eine vorausgehende Leere, da sowohl Yin Qualitäten als auch eine Leere schon aus sich heraus ahrimanisch gefärbt sind.


Die Wandlungsphasen nach chinesischer Medizin mit Hervorbringungszyklus (Pfeile im äußeren Kreis) und Kontrollzyklus im inneren Pfeildiagramm (schwarz).

Bild zeigt die Wandlungsphasen nach chinesischer Medizin mit Hervorbringungszyklus.

Bild zeigt die Wandlungsphasen nach chinesischer Medizin mit Hervorbringungszyklus.

Dies bedeutet dann z.B. dass eine Leere im Leberorganprozess eine Leere im Magen- oder Milz/Pankreas Organprozess hervorruft. Dieser Mangel, oder Leere, oder Schwäche wie auch immer wir sie bezeichnen wollen ist ein Kontrollverlust. Dieser Kontrollverlust entsteht dadurch, dass die eigene „Energie“ dem Einfluss pathogener ahrimanischer- oder luziferischer Prägung nicht genügend Widerstand leisten kann. Bei einer Schwäche des menschlichen Wesens tritt das Ahrimanische ein und ermöglicht dann Luzifer über den Kontrollzyklus hinzuzukommen.

Hierbei zeigen die dann daraus entstehenden luziferischen- und ahrimanischen Füllemuster jedoch etwas unterschiedlich geartete Pulsausprägungen - Qualitäten.


Zusammenfassend kann man sagen:

Leeremuster zeigen eine Schwäche der eigenen Kraft, entweder der ätherischen Energie (Yin) oder der astralischen Energie (Yang), die Leere gibt dann Luzifer oder Ahriman die Möglichkeit davon Besitz zu ergreifen, dies direkt über eine gewöhnliche Leere oder indirekt durch den Verlust der Kontrolle. Beides kann mit dem mittleren Punkt, dem Christusprinzip behandelt werden. Dieser mittlere Christuspunkt kann dadurch gefunden werden, dass man die Kontrolle über beide, Luzifer und Ahriman sucht. Eine Behandlung die eine spezielle Geisteshaltung braucht, welche durch Mut (Mensch) und Liebe (Christus) gekennzeichnet ist.
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Hieraus sehen wir, dass die Leere natürlich nicht leer ist, da sie sofort - bei uns meist von Ahriman - besetzt wird, sondern nur eine andere Qualität des Bösen darstellt, es handelt sich dabei wiederum einmal um eine geniale Täuschung durch die ahrimanischen Kräfte. Nicht nur, dass die Leererkrankungen ohne die Pulsdiagnostik oft nicht erkannt werden, bzw. die Wurzel nicht gefunden wird und damit im Stillen alles weiter verhärtet. Dies auch noch umso mehr, da durch das bearbeiten-bekämpfen der Fülle Muster, wie Schulmedizin und TCM sie meist durchführen die Leere noch verstärkt werden kann. Die östliche Medizin behandelt luziferische Erkrankungen, da die Menschen im Osten auch als die Kinder Luzifers bezeichnet werden können und die luziferischen Erkrankungen in diesem Umfeld dann auch eine größere Bedeutung haben.

Nachdem seit dem Ereignis von Golgatha die Christuskraft, das Christuslicht auf Erden wirksam ist und Luzifer dadurch relativ an Bedeutung verloren hat, steht nun das Wirken Ahrimans und seiner Helfer im Vordergrund der „bösen Seiten“ unserer Menschheitsnatur.

Betrachten wir den Menschen im Spannungsfeld zwischen Luzifer und Ahriman, dann kann der Mensch sich nur dadurch weiter entwickeln, dass er die beiden ins Gleichgewicht bringt und dadurch dem Christus den Platz in seiner, des Menschen, Mitte gibt. Dies zeigt sich dann im ausgeglichenen, harmonischen Pulsmuster, d.h. alle Pulsdimensionen sind gleich.

Damit ist die zentrale Frage wie therapiert werden soll ihrer Beantwortung ein gutes Stück näher gekommen.

Luzifer, Ahriman und Christus sind Glieder unserer Menschennatur und müssen im Menschen Bestand haben. D.h. nicht die Vernichtung eines Teiles kann das Ziel sein, sondern der harmonische Ausgleich der Zweiheit des scheinbar Bösen führt uns zur Mitte - zu Christus und damit zur Dreiheit. Die Umwandlung zum Guten muss das Ziel der Behandlung sein; der Weg ist die uns durch Christus gegebene Liebe und dadurch die Liebe zu den Menschen und zur Welt. Denn ohne die Heilung der Welt ist die Heilung des Menschen auch nicht denkbar – zu erreichen.


Im Vortrag zum Johannesevangelium am 7. Juli 1909 (GA112-1) sagt Rudolf Steiner:

„Diese Wesenheiten Luzifer- Ahriman wollen nichts Geringeres, als alle Wesenheiten, die auf der Erde sind in der Gewalt wie sie verwoben sind in der dichten physischen Materie, zu erhalten. Wenn zum Beispiel eine Pflanze wächst, herauswächst aus ihrer Wurzel, Blatt für Blatt in die Höhe treibt bis zur Blüte, dann haben Luzifer-Ahriman die Absicht, dieses Treiben und Wachsen immer weiter und weiter zu bringen, das heißt, diese Wesenheit, die sich da herausentwickelt, der physischen Gestalt ähnlich zu machen, zu erhalten, wie sie ist, und sie damit zu entreißen der geistigen Welt. Denn würde es gelingen, diese Wesenheit der geistigen Welt der physischen Gestalt ähnlich zu machen, so würden sie den Himmel sozusagen der Erde entreißen. Und auch bei allen Tieren haben die luziferisch-ahrimanischen Wesenheiten die Tendenz, sie ähnlich zu machen dem Körper indem sie sind und sie ihren göttlich-geistigen Ursprung innerhalb der Materie vergessen zu lassen. Und ebenso der Mensch.“

Damit erklärt sich weshalb wir uns mit dieser Pulsdiagnostik auch im Tier- und Pflanzenreich bewegen können.


Zusammenfassung der Beziehungen zwischen Anthroposophie und Akupunktur für diejenigen, die in den Denkprozess beider Gebiete eingeweiht (eingearbeitet) sind:

(NB! Der Tabelle sind am besten im Querformat zu sehen, wenn auf dem Handy / cellulars sehen. Schieben seitlich über die gesamte Breite der Tabelle zu sehen.)

Tierkreis-zeichen Leitbahn Menschliche Fähigkeit Sinneswahr-nehmung Ton
Wassermann Dünndarm Schlaf Bewegung B
Fisch Blase Traum Sehen F
Widder Leber Schlaf Balance C
Stier Dreifacherwärmer Inspiration Hören G
Zwilling Dickdarm Traum Geschmack D
Krebs Magen Schlaf Leben A
Löwe Herz Imagination Wärme E
Jungfrau Niere Schlaf Gefühl H
Waage Lunge Intuition Denken Gis
Skorpion/Adler Herzbeutel Wachen Worte Cis
Schütze Gallenblase Intuition Ich Fis
Steinbock Milz Traum Geruch Dis


Betrachten wir Bilder Raffaels: zum einen den Heiligen Georg und zum anderen den Erzengel Michael im Kampf mit dem Drachen, so sehen wir keinen besiegten Drachen sondern „nur“ den gebändigten bzw. geschwächten Drachen. Sicherlich wusste Raffael wie notwendig der Drache für unsere Entwicklung ist und dass wir uns bewusst und direkt mit Ihm befassen müssen. Michael und Georg fokussieren das Böse und machen es sich dadurch direkt bewusst.

Können wir nun die verschiedenen Pulsqualitäten als direkte Hinweise auf das spezifische Wirken ahrimanischer und luziferischer Kräfte und ihnen zugeordneter Wesenheiten sehen, dann haben wir sie direkt in unserem Fokus. Der Weg zur Heilung liegt damit in der Veränderung von deren Wirksamkeit, bzw. der Befreiung der von ihnen abhängigen Wesen aus dem Einfluss ihrer Führer. Dies wiederum bedeutet die Heilung der Krankheit kann nur durch die Erlösung der daran beteiligten Wesenheiten bewirkt werden. Nur durch die Liebe zu Gottes Schöpfung.
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Das Herz – Ausgangspunkt des Fühlens

Es ist eines unserer Zukunftsorgane noch immer in der aufwärtsstrebenden Entwicklung.


Knotenpunkt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Schon die alten Eingeweihten wussten hiervon zu berichten. In der nordischen Mythologie werden dem Herzen drei Wurzeln zugeschrieben. Die drei Nornen, sie spinnen die Fäden des Schicksals:

Urd Die Vergangenheit
Verdande Die Gegenwart
Skuld Die Zukunft

Diese Fäden als Vektoren gedacht, entlang derer der Focus des Untersuchers wandert:

Die Gegenwart im Zentrum des Herzens, wie einleitend für die Basistechnik der Pulsdiagnostik beschrieben.

Die Vergangenheit von der Herzhöhe zum Becken eine Linie gedacht, die in der Gegenwart am Herzen beginnt und bis zur physischen Geburt am Becken reicht und noch weiter in die Vergangenheit ziehen kann.

Die Zukunft von der Herzhöhe nach oben auch über den Körper hinausreichend dem Mut und den Fähigkeiten des Pulsdiagnostikers entsprechend. Diese Zeitachsen sind mit dem Puls aufzuspüren. Sind gedankenschulend; Wege bereitend in Materie entkoppeltes Denken.

Zurückzugehen an den Zeitpunkt der Krankheitsentstehung entlang der Vergangenheitsachse, zur Diagnostik des am längsten bestehenden unausgeglichenen Prozesses. Daraus folgend dann auch aus der Gegenwart heraus in der Vergangenheit zu behandeln öffnet „neue“ Welten.

In die Zukunft gehen, dabei wird vieles vorstellbar: doch Vorsicht - sind wir für dieses schon gerüstet?

Eine einfache, anwendbare, stark fokussierte Möglichkeit die Zukunft mit einzubeziehen ist die Bestimmung einer Heilmitteldosis nach Menge (ml) Häufigkeit pro Tag/ Woche und Anzahl der Gaben bis zu dem Zeitpunkt an dem das Heilmittel nicht mehr notwendig sein wird ( Tage /Wochen). Hierzu wird das Heilmittel in oberflächlichen Kontakt zum Patienten oder Behandler gebracht und dann durch eine Fokusverlagerung in Bezug auf Raum/Menge und Zeit die entsprechenden Parameter ermittelt.

Für diese „Zeitreise“ brauchen wir unseren Fokus im Zentrum des Herzens.

Die Grundlegende Übung in der Pulsdiagnostik ist zu lernen ganz bewusst mit dem Körper, den Fingern aber nicht mit dem Gehirn als Zentrum sondern dem Herzen als Zentrum zu fühlen und zu denken, und in der Therapie das Wollen mit einzubeziehen, damit die Dreiheit zu erreichen. Mit dem Zentralorgan der zukünftigen Entwicklung des Menschen, dem Herzen, seinen Mitgeschöpfen entgegenzutreten.

Bis wir auf dem Übungsweg der Pulsdiagnostik soweit sind uns stets auf das Herz zu beziehen müssen wir uns von der Körperoberfläche durch mehrere (sieben) Schichten zum Herzen vorarbeiten. Diese sieben Schichten kann man auch in der Therapie brauchen, um in die Tiefe zu kommen. Aber eine konkrete Beschreibung wo und was diese Schichten sind und die Techniken dazu, ist im Rahmen dieses Artikels nicht möglich. Dieser sich in unterschiedlichen Schichten befindende Fokus führt in den ersten Lernphasen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen in der Diagnostik und zu weniger tiefgreifenden, aber dennoch wirksamen Therapien. Erreicht der Fokus dann das Herz werden immer weniger therapeutische Impulse notwendig um zur Genesung voranzuschreiten. Der Fokus an der Herzaußenwand lässt noch Täuschungen durch physische Hemmnisse wie z.B. Narben zu, der Fokus im Herzen wird frei hiervon.

Hiermit sind einige der vielfältigen Möglichkeiten erklärt, die wir haben wenn wir uns auf den Weg der geistigen-christlichen Pulsdiagnostik begeben. Es macht verständlich, dass sich unser Puls ändert wenn wir uns auf ein anderes Wesen konzentrieren, uns dabei in die geistige Welt begeben und unser Fokus im Herzen ist. Dass wir im Wollen sein müssen wenn wir behandeln und im Herzen wenn wir fühlen

Dabei sehen wir, dass die Tierbesitzer die Krankheiten ihrer Tiere beeinflussen oder sogar hervorrufen. Dies ist bei bis zu 90% der Erkrankung der Tiere die Ursache, speziell bei Heimtieren. Dass wir die Krankheit nur an einen anderen Ort im selben Wesen oder auf ein anderes Wesen verschieben wenn wir nicht mit dem von Liebe und Mitgefühl durchdrungenen Willen behandeln. Wir sehen, dass wir die Tiere durch die Behandlung des Besitzers behandeln können und noch vieles mehr.

Wir müssen in der geistigen Welt sein wenn wir diagnostizieren und behandeln, sonst bleiben wir in der physischen Welt stecken wo Ursache und Wirkung regieren, wo Nerven und Endorphine benutzt werden um Therapien zu erklären, wo wir in unserer Haut gefangen sind. Um es mit dem Buch des Sängers, Selige Sehnsucht zu sagen; "Und so lang du das nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist du nur ein trüber Gast, auf der dunklen Erde".

Die Sonne, der Christus in uns wird bei entsprechender Schulung unser direkter Mittler im Heilungsprozess.


Fußnote 1

In der Praxis wird folgendes gefunden:

  1. Zwischen der von Ahriman vereinnahmten Leber und der von Luzifer vereinnahmten Magen finden wir die Lunge als das ausgleichende Christusprinzip.
  2. Zwischen der von Ahriman vereinnahmten Milz und der von Luzifer vereinnahmten Blase finden wir die Leber als das ausgleichende Christusprinzip.
  3. Zwischen dem von Ahriman vereinnahmten Herzen und der von Luzifer vereinnahmten Dickdarm finden wir die Niere als das ausgleichende Christusprinzip.
  4. Zwischen der von Ahriman vereinnahmten Herzbeutel und der von Luzifer vereinnahmten Dickdarm finden wir die Niere als das ausgleichende Christusprinzip.
  5. Zwischen der von Ahriman vereinnahmten Lunge und der von Luzifer vereinnahmten Gallenblase finden wir das Herz als das ausgleichende Christusprinzip.
  6. 1. Zwischen der von Ahriman vereinnahmten Niere und dem von Luzifer vereinnahmten Dünndarm finden wir die Milz als das ausgleichende Christusprinzip.

Fußnote 2

Ein möglicher Weg hierzu ist das Hallelujah. Das Hallelujah verinnerlicht und präsent während der Behandlung. Aber auch konkret eurythmisch zelebriert.

Rudolf Steiner beschreibt das Hallelujah als „ ich reinige mich von allem was mich am Anblick des Gottes hindert“.

Die persönliche Erfahrung zeigt, dass dies sehr stark wirksam ist. Es erfolgt eine Wandlung.



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